Der Fotograf
Thomas Goos
Warum sollte ein Fotograf etwas über seine Bilder erzählen ...
Entweder sie besitzen die nötige Schlagkraft und Ausdrucksstärke.
Oder er hat nichts zu zeigen... In diesem Kapitel werden über die Vita des Fotografen hinaus die Inspirationen für seine Impressionen dargestellt.
Es geht um die Bekenntnisse eines leisen, diskreten Gastes und um die Anerkenntnis, dass ausgerechnet bei dem Sport, der oftmals so verrufen und verschrien ist, mit Halbwelt, Underdogs, Milieu und Kriminalität assoziiert wird, ihm Menschen begegneten, denen es frank und frei um Ehre und Ehrlichkeit geht. Ausgerechnet beim Boxen fand der Fotograf Thomas Goos Menschen, deren Herzlichkeit, Offenheit und charakterlichen Werte ihn von Anfang an zutiefst berührten, beeindruckten und das gängige Vorurteil der wüsten Boxwelt widerlegten. Seit seiner ersten Nacht am Ring hat ihn das Charisma des Boxens nicht mehr losgelassen. Kein Wunder: Boxen kann zur Droge werden. Suchtpotenzial entfalten. Thomas Goos sieht mit seinen Augen die Redlichkeit, die Passion und Profession der Männer, der jungen Aufsteiger und routinierten Champions vor und hinter den Kulissen
des Faustkampfes. Das Foto ist ihm dabei Mittel zu Anschaulichkeit - zum Anschauen. Die Kamera das Medium. Festgehalten sind Milieustudien. Verzauberte Augenblicke. Magische Momente. Leidenschaftliche Szenarien, künstlerisch inszeniert und ganz unvergleichlich interpretiert.
Thomas Goos spielt dabei die Rolle des stillen Beobachters im Hintergrund. Jemand, der nicht stören, aber dennoch teilhaben möchte. Unaufdringlich, mit der Freude über das Vertrauen, das ihm entgegengebracht wurde. Über das Aufspüren echter Männerfreundschaft. Und der Wertschätzung des 100%igen Zusammenhalts bei den Protagonisten.
Umgesetzt in Foto-Art ganz eigenen, persönlichen Stils.